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Wie ist man richtig für eine Reise
in den Norden gekleidet?
Nach Lappland? Nach Grönland?

Ratgebern Praktische Anleitungen / Wie ist man richtig für eine Reise in den Norden gekleidet? Nach Lappland? Nach Grönland?
Der Norden ist groß im Kommen, und zwar vor allem Lappland. Die Region nördlich des Polarkreises mit ihren verschneiten, wilden Ebenen bietet Touristen einzigartige Landschaften und richtig Abwechslung vom Alltag. Im Winter kann man hier Wintersport aller Art treiben und Polarlichter entdecken. Ob die Reise nun nach Lappland, Skandinavien oder Grönland geht, angemessene Kleidung ist unbedingt erforderlich, denn die Temperaturen können hier schon mal auf -40°C sinken.

Reise in den Norden: Sich richtig kleiden unter Beachtung der Mechanismen des Körpers

Die Luft in Lappland (sowohl auf finnischer als auf schwedischer Seite) ist sehr trocken bei gleichbleibenden Temperaturen und ist einfacher zu verkraften als feuchte Luft, wie sie in den westlichen Ländern vorherrscht. Trotzdem sollte man sich sorgfältig gegen die extreme Kälte schützen, indem man Funktionskleidung trägt. Wenn man die Drei-Lagen-Regel beachtet, ist es nicht nötig, sich dick einzumummeln. Bedenken Sie, dass Ihr Körper gut belüftet sein sollte, sodass Ihre Körpertemperatur gleich bleibt und dass Ihr Blutkreislauf so gut fließen sollte wie möglich.

Zwei Zelte im Sturm

Oberkörper: Drei-Lagen-Regel verhindert gefährliches Schwitzen

  • Ein Unterhemd aus synthetischen Fasern oder Merinowolle mit langen Ärmeln bildet die erste Lage: es sorgt für guten Luftaustausch und verhindert die Bildung von Feuchtigkeit. Vermeiden Sie Kleidung aus Baumwolle, da diese nicht warm hält und schnell nass wird.
  • Die zweite Lage hält die Körpertemperatur konstant und fungiert als Wärmeisolierung. Eine leichte Daunenjacke oder ein Fleece sind bestens geeignet.
  • Die dritte Lage dient als Windschutz und ist wasserabweisend und bietet damit Schutz gegen verschiedene Wetterverhältnisse. Empfehlenswert sind Windstopper und Funktionskleidung aus wasserfesten Materialien wie Gore-Tex.
Mann in Millet-Bergsteigerausrüstung

Untere Körperhälfte: gut geschützte Beine

  • Atmungsaktive Unterwäsche wie Thermo-Leggings aus Merinowolle oder Wolle lässt das Blut gut zirkulieren
  • Eine feuchtigkeitsabweisende Hose mit Fleecefutter sorgt für angenehme Wärme.
  • Vor allem bei Schnee ist eine wetterfeste Überhose aus Gore-Tex empfehlenswert.
Mann in Millet-Bergsteigerausrüstung

Gliedmaßen: Kopf, Hände und Füße, besonders empfindliche Bereiche

  • Das Gesicht muss atmen können, aber darf auch kein arktisches Peeling erhalten, das die Haut beschädigt. Eine Sturmhaube oder Chapka aus Leder oder Wolle hält auch die Ohren warm.
  • Die Hände werden schnell eiskalt. Feine Handschuhe und darüber Fausthandschuhe sorgen für eine gute Blutzirkulation.
  • Die Füße brauchen besondere Socken aus Merinowolle und - wie auch für die Hände - ist dringend anzuraten, darunter ein paar Seidenstrümpfe zu tragen. Und um gut im Schnee voranzukommen, überlegen Sie abhängig davon, was Sie vorhaben, ob Sie Stiefel mit Spikes nehmen oder nicht. Wenn die Stiefel nicht sehr hoch sind, sollten Sie Gamaschen verwenden.
Mann in Millet-Bergsteigerausrüstung während einer Expedition

Letzte Tipps bevor es in die nordische Kälte geht

Achten Sie auf eine gute Ernährung reich an Kalzium und Proteinen. Sie werden sich schließlich verausgaben und Ihr Körper muss dafür gestärkt sein. Gönnen Sie sich ein reichhaltiges Frühstück mit Vollkornbrot, Eiern, Obst und Milchprodukten. Auch Fleisch und Fisch sind kalorienreich und eignen sich für die extreme Kälte im Norden. Um die Energie über den Tag hinweg aufrechtzuerhalten, können Sie Trocken- und Hülsenfrüchte knabbern oder Müsliriegel einstecken.

Um Polarlichter zu sehen, muss man manchmal lang warten: Besorgen Sie sich Hand- und Fußwärmer.

Mann auf einer Steigung
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