Bergsteigen
Expedition
23.09.2015

Nepal, in diesem Herbst ein Ort der Premieren

Während die GMHM [Groupe Militaire de Haute Montagne = Militäreinheit im Hochgebirge] ihre Akklimatisierung am Fuße der Südwand der Annapurna I beendete, warteten Yannick Graziani und Patrick Wagnon am C1, ihren Blick gerichtet auf den Dhaulagiri, den siebthöchsten Berg der Welt.

Die Gebirgskette des Himalaja steht derzeit im Zentrum der Wünsche aller. Yannick Graziani, der gerade erst vom Gasherbrum I (Pakistan) zurückgekehrt ist, ist bereits zum Dhaulagiri (Nepal), dem siebthöchsten Berg der Welt, weitergereist. Und das Motto lautet: Nichts kann diesen Yannick aufhalten! Er und sein Freund Patrick Wagnon wollten den Südwestpfeiler wie gewöhnlich im Alpinstil in Angriff nehmen.

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Yannick und Patrick

Nach einer sechstägigen Wanderung, während der sie Rundläufe in 4.000 bis 5.000 Metern Höhe unternommen haben, konnten Yannick und Patrick die Standorte für ihre zwei Camps (BC und ABC) festlegen. Leider war das Wetter schlecht und die Moral nicht immer gut, aber die beiden Jungs wussten, warum sie dort waren und haben niemals verzagt. Gestern, am 23. September 2015, stiegen sie auf 5.200 Meter Höhe, um die scheinbar unglaublich steile Route ausfindig zu machen.

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Während dieser Zeit befand sich die GMHM ebenfalls in der Gegend, jedoch mit dem Ziel, die Annapurna I zu besteigen.

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Die Puja-Zeremonie

Nach Beendigung ihrer Akklimatisierungsphase nahmen sie an einer Puja-Zeremonie am Basiscamp teil und hatten anschließend Mühe, eine geeignete Passage und einen angemessenen Standort für ihr vorgeschobenes Basiscamp zu finden. Durch den zu gefährlichen Boden, der sie zum Umkehren und Neubeginn am kommenden Tag zwang und wegen der Transporte für die Beförderung ihrer Sachen zum vorgeschobenen Basiscamp waren mehrere Rundläufe nötig. Dank eisernem Willen und großer Ausdauer war das GMHM-Team in der Lage, dort hinauf zu gelangen und schaffte es bald darauf, die Südwand der Annapurna I zu ersteigen.

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