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Gemeinschaft
 

 

Yannick Graziani

Französische staatsangehörigkeit
45 Jahre alt
„Ich lebe schon seit 10 Jahren in Chamonix, wo ich mit meinen Kunden Bergsport ausübe.“ Es ist der ideale Platz, um seine Leidenschaft zu seiner Lebensgrundlage zu machen. Obwohl ich selbst viele Aktivitäten ausübe und meine Kunden auf einem professionellen Level betreue, versuche ich, den Amateur-Ethos zu erhalten und dadurch unser alpines Abenteuer zu teilen. Und mein Hobby ist es, den Himalaya zu erforschen. Das ist es, was Bergliebhaber erbeben lässt – DAS ABENTEUER!
« Das ist es, was Bergliebhaber erbeben lässt – DAS ABENTEUER! »
 
KARRIERE HIGHLIGHTS
 

1997 nahm ich an einer Expedition in den Anden teil: wir kletterten die Desmaison Route von der Südwand des Huandoy in Peru. Dafür erhielten wir als Auszeichnung den Cristal FFME Preis vom französischen Bergsteiger- und Kletterverband.

Danach machte ich zwei Jahre lang Trips im Himalya, bei denen ich mehrere neue Routen mit meinem allerbesten Freund, Christian Trommsdorff, eröffnete. Wir klettern nun schon über 10 Jahre gemeinsam.

Zur Feier des neuen Jahrtausends, habe ich den höchsten Gipfel der Anden solo bestiegen.

Von da an bin ich jedes Jahr mit Christian und Patrick, dem dritten Mann zum Erkunden naturbelassener Orte in den Himalaya gereist. Wir haben einge Routen auf 7.000er eröffnet. 2004, nach unserer erfolgreichen Besteigung des Makalu über die Ostwand, bekamen wir den Spitznamen « les TGV », nach den Initialien unserer Nachnamen (Anmerkung: TGV französische Eisenbahngesellschaft). Im Jahr darauf, 2005, schlossen wir uns einer nationalen Expedition auf den bis dahin noch unbestiegenen Chomo Lonzo (7.500 m), einem Nebengipfel des Makalu, an. Das Hintergrundwissen und die Kenntnis des Gebietes aus dem Vorjahr war hier ein großer Vorteil.

Dieser Erfolg – neben der unglaublichen Herausforderung am Chomo Lonzo (8 Tage, davon 4 über 7.000 m) – verstärkte unseren Drang, noch mehr Erstbegehungen von schwierigen Gipfeln über 7.000 m  zu realisieren. 2007 setzten wir unser Abenteuer mit der Besteigung des Pumari Kish (7.350 m), einem entlegenen unbestiegenen Gipfel in Pakistan mit einer 3.000 m hohen Wand, fort. Dieser Erfolg verstärkte unseren Hunger auf Herausforderungen und Entdeckungsreisen aufs Neue.

Im August 2011 eröffneten wir eine neue Route über die Südwand des Nemjung (7.140m) in Nepal. Wir benötigten fünf Tage, ohne lange Akklimatisation – unsere lange Erfahrung hat sich hier bezahlt gemacht.

 
interview
+  Was sind deine drei schönsten Erfolge in den Bergen ?
Definitiv die Begehung der Ostwand des Makalu in 2004. Dann Chomo Lonzo in 2005, und schlussendlich Pumari Kish in 2007; wir schrieben einen Beitrag mit dem Titel « Amoureux de Pumari » [« In Love with Pumari »]
+ Mit wem übst du deinen Sport am liebsten aus ?
Mit jedermann…
+ Deine beste Erfahrung, dort oben ?
Allein am Gipfel des Makalu.
+ Und die schlimmste ?
Als ich am Gipfel des Chaukamba total am Ende meiner Kräfte war und mich übel fühlte, nach einer schrecklichen Nacht in einer Höhe von 7.000 m.
+ Was machst du gerne, wenn du nicht in den Bergen bist ?
Zeit mit meiner Familie und Freunden verbringen.
Wie schaut deine Arbeitseinbindung im Millet Design Centre und in der Produktentwicklung im Allgemeinen aus ?
Ich liefere Feedback zu Expeditionsausrüstung: Gamaschen, Stiefel, etc.
Wie siehst du die Entwicklung deiner Disziplin in den nächsten Jahren ?
Ich hoffe, dass das Bergsteigen, welches die Quintessence von anderen Disziplinen (Klettern, Skifahren, etc.) ist, eine abenteuerlichere Disziplin werden wird, die in den entlegendsten Orten der Erde ausgeübt wird.