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Gemeinschaft
 

 

Nils Favre

Schweizer
26 Jahre alt
Ich bin 21 Jahre alt, Tischler sowie Kletterer. Ich klettere schon seit 15 Jahren und seit einigen Jahren dreht sich mein ganzes Leben nur mehr um diesen Sport. Sobald ich die Chance dazu habe gehe ich klettern – jedes Wochenende und zwei- oder dreimal während der Woche. Ich klettere, denn ich liebe den Anmut der Bewegung und vor allem das Gefühl der Verbundenheit mit dem Fels. Für mich ist das Erklettern einer 5-Meter-Steinplatte genauso interessant wie das Erklimmen eines 40-Meter langen Daches solange ich motiviert bin und mich stilvoll bewegen kann. Die Atmosphäre am Fuße eines Felsen oder beim Bouldern bringt mich immer in gute Stimmung und pusht mich. Ich liebe alle möglichen Arten des Kletterns – Crags, Bouldern, lange Routen. In den vergangen zwei Jahren habe ich mich auf das Bouldern konzentriert, um meine pure Kraft zu stärken und um Schrittkombinationen auf manchen Routen zu automatisieren. Im Winter 2010-2011 habe ich mindestens fünf 8b Boulderrouten bewältigt. Jetzt weiß ich, dass mein Level gut genug ist um einige richtig taffe Routen in Angriff zu nehmen. Im Frühjahr 2012 kehrte ich wieder ernsthaft zum Crag-Climbing zurück. Mein Traum ist es, so professionell zu werden um ein Sponsorship zu bekommen. Dann könnte ich mit Leidenschaft die Welt erkunden und die unberührtesten und schwierigsten Routen und Boulders bezwingen.
« Ich klettere, denn ich liebe den Anmut der Bewegung und vor allem das Gefühl der Verbundenheit mit dem Fels.  »
 
INTERVIEW
+ Was sind deine drei schönsten Klettererfolge ?

 

Boulders:

  • The Dagger, 8b+, Cresciano
  • Les Yeux de Satan complètement rouges, 8b+ (Erstbesteigung), Vernayaz
  • Permanent Midnight, 8b, Fionnay
  • Miss Schweiz, 8a flash ascent, Tessin

Routes:

  • La bête humaine, 8c, Bouddha spot, Salvan
  • Le Sort s'acharne, 8c, St-Triphon
+ Mit wem kletterst du am liebsten ?
Mit extrem motivierten Kletterern. Ich bin gerne mit Leuten unterwegs die sich die gleichen Boulder wie ich vornehmen – das ist ein großer Ansporn und hilft mir mich weiter zu entwickeln.
+ Deine beste Erfahrung, dort oben ?
Das ist schwer zu sagen, es waren schon so viele. Aber jedesmal, wenn ich klettere habe ich eine tolle Zeit.
+ Und die schlimmste ?
Am Le Roc à L’Aigle. Nach drei Pitches fiel ein zwei Meter großer Cube-Boulder, den ich festgehalten hatte auf mein Gesicht. Mein Vater und einige gute Kumpels waren dabei. Es war beängstigend aber Gott sei Dank war ich nicht schwer verletzt.
+ Was machst du gerne, wenn du nicht kletterst ?
Klettervidoes anschauen, Klettermagazine lesen, und ich editiere Videos von Boulderrouten, die ich aneinandergreiht habe. Außerdem bin ich stets auf der Suche nach neuen Spots.
+ Wie schaut deine Arbeitseinbindung im Millet Design Centre und in der Produktentwicklung im Allgemeinen aus ?
Ich bin ein technischer Berater für Millet in der Schweiz. Ich teste die Ausrüstung, die das Jahr danach auf den Markt kommen soll und gebe Ratschläge, wie man die Produkte verbessern könnte. Millet Schweiz veranstaltet Feedback Sessions und öffentliche Promotion-Tage. Ich mache auch Boulder-Videos für Millet, unter anderem einen großen einstündigen Film, der nächsten Sommer herauskommen soll.
Wie siehst du die Entwicklung des Bergsports in den nächsten Jahren ?
Das wird sich herausstellen, aber eines ist klar: im Allgemeinen wird das durchschnittliche Level des Kletterns steigen, einige hochkarätige Kletterer werden nachkommen und die Grenzen der Elite sprengen. Es werden sicher auch lange Routen mit mehreren Pitches im 9. Grad auftauchen die eine noch taffere Herausforderung sein werden als das Durchklettern eines 9b Pitches.